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Wie optimieren Pharma-, Biotech- und MedTech-Unternehmen ihre Prozesse mit Lean Six Sigma, ohne den GMP-Status zu gefährden?

Wir führen Lean-Transformationen und Six-Sigma-Projekte nach der DMAIC-Logik in regulierten Produktions- und Laborumgebungen durch und dokumentieren jede Verbesserung GMP-konform. Der wahre Kern des Problems ist selten die Methode, sondern das Zusammenspiel mit dem Change-Control-System: Wer Verbesserung und Änderungsmanagement von Beginn an verzahnt, vermeidet, dass eine wirksame Maßnahme später am ungenehmigten Eingriff in einen validierten Prozess scheitert.

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Überblick

Welche Effizienzprobleme entstehen in regulierten Produktions- und Laborumgebungen?

DMAIC- und Lean-Projektbegleitung im GMP-Umfeld · Change-Control nach EU-GMP-Leitfaden, dokumentiert nach ISO 13485:2016 und ISO 9001:2015

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-13

Verschwendung ist in GMP-Prozessen oft sichtbar, doch jede Abstellmaßnahme greift in einen validierten Zustand ein und muss über das Change-Control-System des Qualitätssystems laufen. Lean Six Sigma im regulierten Umfeld unterscheidet sich von der Industrie genau an diesem Punkt: Die Methode ist gleich, die Verankerung im Pharmazeutischen Qualitätssystem nach ICH Q10 ist es nicht. Vier Stellen, an denen Projekte typischerweise hängenbleiben:

  • Verbesserungsmaßnahmen werden an der Change Control vorbei umgesetzt: Eine wirksame Lean-Idee bleibt wirkungslos, wenn die Änderung am validierten Prozess nicht über das Änderungsmanagement des EU-GMP-Leitfadens (EudraLex Volume 4) bewertet und genehmigt wird.
  • Chargenausbeuten und Prozesskapabilität weichen von Zielwerten ab, ohne dass eine systematische Ursachenanalyse läuft. Variation wird über CAPA reaktiv behandelt statt über die Measure- und Analyze-Phase eines DMAIC-Projekts datenbasiert erklärt.
  • Manuelle Prozessschritte erzeugen hohe Fehler- und Nacharbeitsraten und damit Dokumentations- und Abweichungsaufwand, der den eigentlichen Wertstrom überlagert.
  • Lean-Initiativen scheitern am fehlenden Mitarbeiter-Buy-in und an einem Risikoverständnis, das nicht an ICH Q9 (Quality Risk Management) anknüpft. Verbesserungen halten nur, wenn Risikobewertung und Verantwortlichkeit Teil der Control-Phase sind.

Leistungen

Wie wir Sie unterstützen

DMAIC-Projektbegleitung

Vollständige Begleitung von Six-Sigma-Projekten nach der DMAIC-Logik (Define, Measure, Analyze, Improve, Control). Lieferobjekt ist eine durchgängige Projektakte mit Problemdefinition, Datenbasis, Ursachenanalyse und Wirksamkeitsnachweis; jede Maßnahme der Improve-Phase ist mit dem Change-Control-Vorgang des QMS verknüpft.

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Lean-Transformation & Wertstromanalyse

Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) für Produktions- und Laborprozesse mit Identifikation der Verschwendungsarten im GMP-Umfeld. Lieferobjekt ist die Ist- und Soll-Wertstromkarte mit priorisierter Maßnahmenliste, jede Änderung am validierten Prozess mit Change-Control-Bezug dokumentiert.

Six-Sigma-Belt-Programme & Trainings

Green-Belt- und Black-Belt-Trainings für interne Teams, angepasst an Life-Sciences-Umgebungen, inklusive Projekttutorat und Zertifizierungsbegleitung. Lieferobjekt sind Schulungsunterlagen, abgeschlossene Projektarbeiten der Kandidaten und ein Trainingsnachweis für das QM-System.

Operational-Excellence-Programme

Aufbau langfristiger OpEx-Initiativen mit KPI-System, Verbesserungsroutinen und Operational-Excellence-Boards. Lieferobjekt ist ein KPI-Dashboard mit definierten Kennzahlen und Eskalationslogik sowie eine getaktete Review-Routine, die die Verbesserung über die Control-Phase hinaus trägt.

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Lean Lab

Übertragung der Lean-Methodik auf analytische und Qualitätskontroll-Labore zur Reduktion von Wartezeiten, Nacharbeiten und Prozessvariabilität. Lieferobjekt ist ein überarbeiteter Laborablauf mit dokumentierter Wartezeit- und Nacharbeitsreduktion ohne Einschränkung der GMP-Anforderungen an die Probenintegrität.

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Worauf es ankommt

Lean Six Sigma scheitert im regulierten Umfeld selten an der Methode, sondern an der Reihenfolge zwischen Verbesserung und Änderungsmanagement. Eine in der Werkstatt sichtbare Verschwendung lässt sich schnell benennen, doch jeder Eingriff in einen validierten Prozess ist eine Änderung im Sinne des EU-GMP-Leitfadens (EudraLex Volume 4) und muss über das Change-Control-System bewertet und genehmigt werden, bevor er wirksam wird. Wer diese Verzahnung erst in der Improve-Phase entdeckt, hat den Engpass bereits verschoben: Die Maßnahme steht fertig da, doch die Genehmigung fehlt. Deshalb knüpfen wir die Risikobewertung nach ICH Q9 und den Change-Control-Vorgang schon an die Define-Phase an, nicht erst an die Umsetzung.

Der zweite Engpass liegt nach Projektabschluss. Die Measure- und Analyze-Phase liefern die Datenbasis, die eine Verbesserung im Audit überhaupt verteidigbar macht, aber gehalten wird der Soll-Zustand erst durch die Control-Phase, und die endet nicht mit der Übergabe, sondern mit der Verankerung der neuen Kennzahlen im Pharmazeutischen Qualitätssystem nach ICH Q10 und einem Eigentümer in der Linie. Bei MedTech- und IVD-Herstellern läuft dieselbe Logik über das QM-System nach ISO 13485:2016, in nicht GxP-regulierten Bereichen über ISO 9001:2015. Ohne diese Anbindung kehrt der Prozess in den alten Zustand zurück, und aus der dokumentierten Verbesserung wird beim nächsten Überwachungsaudit eine offene Lücke.

Unser Vorgehen

Unser Vorgehen

01

Define

Abgegrenztes Problem mit Projektcharta, festgelegtem Scope und betroffenen validierten Prozessen, abgestimmt mit der QA.

02

Measure

Belastbare Datenbasis zum Ist-Zustand: Prozesskapabilität, Ausbeute und Fehlerraten gemessen statt geschätzt.

03

Analyze

Verifizierte Grundursachen statt vermuteter Symptome, datenbasiert hergeleitet und nach ICH Q9 risikobewertet.

04

Improve

Umgesetzte Maßnahmen, jede über das Change-Control-System des EU-GMP-Leitfadens bewertet, genehmigt und dokumentiert.

05

Control

Gesicherter Soll-Zustand mit Kontrollplan, KPI-Verankerung und Übergabe an die Linie und das QM-System nach ICH Q10.

Typische Stolperfallen

Woran Projekte häufig scheitern

Verbesserungen werden am Change-Control-System vorbei umgesetzt.

Wird ein validierter Prozess in der Improve-Phase ohne formale Bewertung und Genehmigung nach dem EU-GMP-Leitfaden (EudraLex Volume 4) verändert, fällt das spätestens im GMP-Audit auf und macht den Effizienzgewinn zunichte. Die Maßnahme muss zurückgebaut oder nachträglich revalidiert werden.

Die Measure-Phase wird übersprungen, weil die Lösung scheinbar feststeht.

Ohne belastbare Ist-Daten lässt sich die Wirksamkeit später nicht nachweisen, und die Control-Phase steht ohne Referenz da. Ein DMAIC-Projekt ohne saubere Baseline ist im regulierten Umfeld nicht verteidigbar.

Risikobewertung wird als Formalie behandelt statt nach ICH Q9 geführt.

Wer den Eingriff in den Prozess nicht risikobasiert begründet, kann gegenüber der QA und der Inspektion nicht zeigen, warum die Änderung den Produktschutz nicht gefährdet, und blockiert damit die eigene Genehmigung.

Die Control-Phase wird mit Projektabschluss beendet.

Ohne Verankerung der neuen Kennzahlen im Pharmazeutischen Qualitätssystem nach ICH Q10 und ohne Eigentümer in der Linie kehrt der Prozess in den alten Zustand zurück, und die dokumentierte Verbesserung wird beim nächsten Überwachungsaudit zur offenen Lücke.

Belt-Trainings werden ohne reale Projektarbeit durchgeführt.

Eine Green- oder Black-Belt-Zertifizierung ohne abgeschlossenes Projekt am eigenen Prozess erzeugt Methodenwissen ohne Wirkung; der Trainingsnachweis im QM-System bleibt ohne belegbares Ergebnis.

FAQ

Häufige Fragen

Im regulierten Umfeld muss jede Prozessänderung über das Change-Control-System des Qualitätssystems laufen. Lean-Verbesserungen werden daher wie regulatorische Änderungen nach dem EU-GMP-Leitfaden (EudraLex Volume 4) bewertet, genehmigt und dokumentiert, und das Vorgehen ist an das Pharmazeutische Qualitätssystem nach ICH Q10 angebunden. Bei Medizinprodukten gilt dieselbe Logik über das QM-System nach ISO 13485:2016.

Quellen
  • EudraLex Volume 4: EU-Leitfaden der Guten Herstellungspraxis (GMP), Kapitel 1 (Pharmazeutisches Qualitätssystem)
  • ICH Q9: Quality Risk Management
  • ICH Q10: Pharmaceutical Quality System
  • ISO 13485:2016: Qualitätsmanagementsysteme für Medizinprodukte
  • ISO 9001:2015: Qualitätsmanagementsysteme
  • Writer-Material: lean-six-sigma (Quality Management & Operational Excellence)
  • https://theentourage.de/expertise/lean-six-sigma/ (bestehender Seiteninhalt, überarbeitet)

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Berücksichtigte Verordnungen & Normen

  • EudraLex Volume 4 (EU-GMP-Leitfaden)
  • EU-GMP-Leitfaden Kapitel 1 (Pharmazeutisches Qualitätssystem)
  • ICH Q9 (Quality Risk Management)
  • ICH Q10 (Pharmaceutical Quality System)
  • ISO 13485:2016 (QM-System Medizinprodukte)
  • ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagementsysteme)

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